Mindfulness – die Schlüsselkompetenz für erfolgreiche Führung und Zusammenarbeit

5. Mindful Leadership Konferenz

„Achtsamkeit ist eine Lebenshaltung und eine Tugend, sie äußert sich in Praktiken und Produkten, die für eine humane Ökonomie von zentraler Bedeutung sind. Sie stellt eine wichtige Ergänzung unserer modernisierten kardinaltugenden Urteilskraft, Entscheidungsstärke, Besonnenheit und Gerechtigkeit dar.”

Julian Nida-Rümelin

Mindfulness – die Schlüsselkompetenz für erfolgreiche Führung und Zusammenarbeit

Führung und Zusammenarbeit wird in vielen Situationen durch automatisch wirkende Handlungsmuster bestimmt. Bei Routine-Tätigkeiten ist das zwar eine Erleichterung, aber sobald Veränderungen der Kunden, des Marktes oder interner Rahmenbedingungen von den Führungskräften und MitarbeiterInnen eine kreative Anpassung an die neue Situation erfordern, ist situatives Denken und Handeln, Selbstreflexion, sowie emotionale Intelligenz im Umgang mit Gefühlen notwendig. Mindfulness ist dafür die Schlüsselkompetenz, denn damit ist die Präsenz und Wachheit gemeint, die es erlauben, aus eingefahrenen Mustern auszusteigen und neue Ideen und Handlungen in die Welt zu bringen. Und diese Mindfulness-Fähigkeiten können Führungskräfte und auch MitarbeiterInnen durch Training gezielt entwickeln.
An wen richtet sich die Konferenz?
Führungskräfte und organisationsinterne Verantwortliche für Personal- und Organisationsentwicklung, UnternehmerInnen, SozialwissenschaftlerInnen, OrganisationsberaterInnen, TrainerInnen, Coaches.

Was Mindlessness in Organisationen kostet – und wie Mindfulness zum Erfolg von Organisationen beiträgt!

Begegnung auf gleicher Augenhöhe – Wie Mindfulness Führungskräften hilft, auch schwierige Kommunikationssituationen zu meistern

Prof. Dr. Marcel Hülsbeck beschreibt die Dynamik in Organisationen und die Kosten, wenn Mindlessness das Verhalten der Menschen beherrscht. Gewohnte Verhaltensmuster bestimmen dann den Umgang mit Kunden, mit dem Markt und auch in den alltäglichen Situationen der Führung und Zusammenarbeit. Mindfulness zeigt sich dagegen als Schlüsselkompetenz für die Entwicklung einer Reflexions- und Lernkultur, die fähig ist, schnell auf Veränderungen zu reagieren und innovativ neue Wege zu gehen.

Die fehlende Fähigkeit, sich in sozialen Spannungssituationen auf gleicher Augenhöhe zu begegnen, spielt für die Eskalation von Konflikten eine besondere Rolle. Durch gespielte Szenen aus dem Alltag von Führungskräften und durch die vertiefende Analyse dieser Situationen können unbewusst wirkende Konflikt-Verhaltensmuster verstanden werden. Im Gespräch und in veränderten Szenen auf der Bühne können die Grundelemente von gelingender Kommunikation in Konfliktsituationen deutlich werden. Dabei zeigt sich: Ohne Mindfulness gibt es keinen Ausweg aus Konflikten! – Diesem Thema ist auch der Dokumentarfilm „Augenhöhe“ gewidmet, der am Freitagabend im Anschluss an die Konferenz gezeigt wird.

Wie Mindfulness in Entscheidungssituationen wichtig ist!

Wie Mindfulness die Organisationskultur verändert

Nicht nur für Führungskräfte ist es eine zentrale Frage, wie sie in Entscheidungssituationen mit inneren Ambivalenzen umgehen können. Was ist mir wichtig? Was will ich eigentlich? Wie will ich handeln? Sind oft gar nicht so einfach zu beantwortende Fragen. Ludger Beckmann zeigt in einer angeleiteten Übung Schritt für Schritt, wie es durch Mindfulness möglich ist, die Resourcen der unterschiedlichen inneren Stimmen zu nutzen und Entscheidungen zu treffen, hinter denen die ganze Person steht.

Mindfulness ist nicht nur ein Ansatz zum Bewusstseinstraining, sondern vor allem eine innere Haltung, die mit bestimmten Werten verknüpft ist. In Berichten von Mindfulness-Aktivitäten im Frankfurter Flughafen, bei VW, bei Daimler und bei der Helsana Versicherung soll es vor allem darum gehen, das Aufeinandertreffen der Mindfulness-Kultur mit der bestehenden Organisationskultur zu reflektieren. Welche Auswirkungen auf die Organisationskultur sind zu beobachten? Und was geschieht mit der Mindfulness-Kultur, wenn sie auf effizienz-orientierte Erwartungen trifft?

Warum Wirtschaft und Gesellschaft neue Werte und Tugenden brauchen!

Wie Mindfulness als Schlüsselkompetenz in agilen Organisationen wirken kann

Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, einer der einflussreichsten Philosophen der Gegenwart, zeigt die Bedeutung von Werten und Tugenden für das Verhalten von Führungskräften und auch für die Kultur in Organisationen. Er formuliert die klassischen Tugenden für die heutige Zeit neu als Urteilskraft, Entscheidungsstärke, Besonnenheit und Gerechtigkeit. Und er zeigt, wie Mindfulness eine zusätzliche Schlüsselkompetenz für die EntscheidungsträgerInnen in Wirtschaft und Gesellschaft darstellt. Für die Entwicklung einer humanen Ökonomie ist aus seiner Sicht die Entwicklung dieser Tugenden unerlässlich.

Viele Organisationen entwickeln Formen der Führung und Zusammenarbeit, die auf Selbstverantwortung, Rollenflexibilität und selbstorganisierter Zusammenarbeit im Team basieren. Rudi Ballreich zeigt anhand von konkreten Beispielen, wie dabei Mindfulness an vielen Stellen die Schlüsselkompetenz darstellt.

Trainingsworkshop am 09. März 2019

Mindfulness in Meetings – ein radikaler Ansatz zur Kulturtransformation (Leitung: Rudi Ballreich)

Meetings in Teams und Abteilungen, zwischen Hierarchieebenen, zwischen einzelnen Bereichen sowie mit Kunden und Lieferanten sind die sozialen Orte, in denen Abstimmungen geschehen durch die eine Organisation am Laufen gehalten wird. Die heimlichen Spielregeln der Organisation bestimmen dabei, ob Probleme offen angesprochen werden, ob aus Fehlern gelernt wird, ob sich das Denken in gewohnten Bahnen bewegt oder ob auch „out of the box“ gedacht wird. Lernkultur, Fehlerkultur, Feedbackkultur, Selbstverantwortungskultur usw. werden im Verhalten der Beteiligten in einem Meeting praktiziert oder eben auch nicht. In dem Workshop sollen konkrete Wege beschrieben werden, wie durch die Gestaltung von Meetings gezielt an der Veränderung der Organisationskultur gearbeitet werden kann. Kultur zeigt sich im Verhalten und das Verhalten der Menschen in Meetings kann durch die Prozessgestaltung in Meetings und durch Methoden angeregt werden.

Workshopinhalte:

  • Die Weiterentwicklung der Meetingkultur als Ansatzpunkt zur gezielten Veränderung der Organisationskultur
  • Die Meetingstruktur in einer Organisation: Sind die richtigen Personen beim richtigen Thema im richtigen Meeting?
  • Die kompetente Prozessgestaltung als Dreh- und Angelpunkt bei der Entwicklung einer neuen Meetingkultur
  • Die Gestaltung von kreativen und „stimmigen“ Denk- und Entscheidungsprozessen in Meetings – und dazu hilfreiche Methoden für die Entwicklung einer lebendigen Gesprächskultur
  • Die Gestaltung von „stimmigen“ psychosozialen Prozessen in Meetings – und dazu hilfreiche Methoden für den Umgang mit Spannungen und Konflikten
  • Mindfulness als Schlüsselkompetenz in Meetings, beim Umgang mit sich selbst, mit den Anderen, mit den inhaltlichen Themen und vor allem für die Veränderung der  Organisationskultur
  • Besonderheiten von virtuellen Meetings

Der Workshop zur Konferenz kann auch einzeln gebucht werden.

Concadora in Kooperation mit dem Professional Campus der Universität Witten/Herdecke

PROFESSIONAL CAMPUS

Wir glauben, dass Bildung ein Leben verändert. Neugierig macht, zu Wandel und Wachstum befähigt. Führungspersönlichkeiten zu mehr Verantwortungsfreude und Unternehmertum inspiriert, weil sie im Umgang mit sich, ihren Mitmenschen sowie mit Organisationen reflektierter und souveräner agieren.
In unseren Seminaren, Konferenzen, Lehr- und Studiengängen wächst aus neuester Forschung und unternehmerischer Praxis eine Kompetenzplattform für individuelle und gesellschaftliche Weiterentwicklung – und zugleich ein agiles, wachsendes Netzwerk Gleichgesinnter, das konkrete Perspektiven und Karrierewege öffnet.

UNIVERSITÄT WITTEN/HERDECKE

Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein. Sie ist eine Modelluniversität in nicht-staatlicher Trägerschaft mit rund 2.600 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur. Die UW/H steht für eine tatkräftig praktizierte Reform der klassischen Alma Mater. Einerseits führt sie die Tradition eines humanistisch geprägten Bildungsverständnisses fort. Andererseits passt sie die Alma Mater auch an die aktuellen Bedingungen und Anforderungen einer wissensbasierten Gesellschaft an.
In der konsequenten Fortsetzung des Humboldtschen Bildungsideals versteht sie sich dementsprechend als eine unternehmerische Universität im Sinne der Einheit von Forschung und Lehre.

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